Im Exil oder doch Zuhause? Russische Emigrantinnen in Berlin der 1920er und 1930er Jahre

Berlin war auch in den berühmten  "Goldenen Zwanziger Jahren" eine Stadt der Einwanderung . Ein großer Teil der Neuangekommen stammte aus dem gerade untergegangenen Russischen Imperium, einem der deutschen Hauptgegner im Ersten Weltkrieg. Zu den zahlreichen Emigranten gehörten Adlige und Militärs, namhafte Wissenschaftler, Künstler, Schriftsteller, Musiker und Architekten. Berlin wurde für eine kurze Zeit zur russischen Kulturhauptstadt. Es war eine erzwungene Heimat im Exil, das nicht geliebt wurde.  Es waren die Frauen, die versucht haben, eine neue Heimat zumindest im Alltag zu schaffen. Sie waren es, die Verbindungen zur Berliner Bevölkerung herstellten und sich neu etablierten. In meiner Führung stelle ich namhafte und vergessene Emigrantinnen – Schriftstellerinnen, Hausfrauen, Wissenschaftlerinnen, Salondamen –  auf den Schauplätzen ihres Lebens vor.

Mit Julia Wischke