Berlinerinnen mit Migrationshintergrund

Was wäre aus Berlin geworden ohne Luise-Henriette von Oranien, ihre Mitgift und die vielen Menschen, die sie aus ihrer holländischen Heimat mitbrachte? In der historischen Perspektive zeigt sich der Gewinn, den Gesellschaften aus Migration ziehen. Nicht selten waren es auch Migrantinnen, die die Frauenemanzipation in Deutschland voranbrachten. Am Beispiel von Biografien fragt der Rundgang aber auch nach den Schwierigkeiten, auf die sie hier stießen, und wie sie sie zu meistern versuchten.

Mit Claudia von Gélieu

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Im Exil oder doch Zuhause? Russische Emigrantinnen in Berlin der 1920er und 1930er Jahre

Berlin war auch in den berühmten  "Goldenen Zwanziger Jahren" eine Stadt der Einwanderung . Ein großer Teil der Neuangekommen stammte aus dem gerade untergegangenen Russischen Imperium, einem der deutschen Hauptgegner im Ersten Weltkrieg. Zu den zahlreichen Emigranten gehörten Adlige und Militärs, namhafte Wissenschaftler, Künstler, Schriftsteller, Musiker und Architekten. Berlin wurde für eine kurze Zeit zur russischen Kulturhauptstadt. Es war eine erzwungene Heimat im Exil, das nicht geliebt wurde.  Es waren die Frauen, die versucht haben, eine neue Heimat zumindest im Alltag zu schaffen. Sie waren es, die Verbindungen zur Berliner Bevölkerung herstellten und sich neu etablierten. In meiner Führung stelle ich namhafte und vergessene Emigrantinnen – Schriftstellerinnen, Hausfrauen, Wissenschaftlerinnen, Salondamen –  auf den Schauplätzen ihres Lebens vor.

Mit Julia Wischke

  • Rundgang I

Jüdinnen, Hugenottinnen, Böhminnen - Woher stammt die Berlinerin?

Frauengeschichte und Zuwanderung.
Claudia von Gélieu

  • Rundgang II

Von Nofretete bis Dilek Kolat. Berlinerinnen mit Migrationshintergrund.
Claudia von Gélieu

  • Rundgang III

Böhminnen, Gastarbeiterinnen, Stadtteilmütter.
Zuwanderinnen in Neukölln.
Claudia von Gélieu, Gülaynur Uzun, Hanadi Mourad

  • Rundgang IV

Hinter dem Schleier
Geschichten von zugewanderten Neuköllnerinnen.
Claudia von Gélieu, Gülaynur Uzun, Hanadi Mourad

  • Rundgang V

"Armes Neukölln - reiches Essen"

Migrantinnen laden zum Probieren ein.

Gülaynur Uzun, Hanadi Mourad

Weitere Termine und Themen für Gruppen auf Anfrage:

Claudia von Gélieu, Tel. 626 16 51, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

reiches Essen"Armes Neukölln - reiches Essen!"
Migrantinnen laden zum Probieren ein.

Mit Gülaynur Uzun und Hanadi Mourad.

Beitrag: 16 € incl. Kostproben

Kontakt: 030-626 16 51 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Geheimnisse migrantischer Küche wollen Gülaynur Uzun und Hanadi Mourad bei ihrer Führung durch Neukölln lüften. Dabei wird nicht nur Migrantinnen in den Kochtopf geschaut, es darf auch probiert werden.

Als eine türkische Gastarbeiterin bei ihrem ersten Heimatbesuch von der Nachbarinnen nach Deutschland gefragt wurde, antwortete sie: "Reiches Land, aber armes Essen!" Wie Migrantinnen, die deutsche Esskultur bereichern, ist bei der Führung zu erleben. Besucht werden Frauen mit Migrationshintergrund, die sich als "Nudelmacherinnen" selbständig gemacht haben, ein türkisches Frühstückshaus bzw. ein Multikulti-Lokal betreiben.

„Reiches Land, aber armes Essen“, so lautete Anfang der 1970er Jahre die Antwort einer türkischen Gastarbeiterin, als sie in ihrer Heimat nach Deutschland gefragt wurde. Heute müssen Migrantinnen die Lebensmittel nicht mehr aus ihren Heimatländern anschleppen. Und die Deutschen profitieren gerne von der neuen Vielfalt. Auch wenn in migrantischen wie in deutschen Familien die Frauen fürs Essen zuständig sind, waren es die zugewanderten Männer die damit Geschäfte machten. Sie eröffenten Restaurants, Imbisse, Gemüseläden und Supermärkte.

Aber es gibt auch Frauen, die sich selbständig gemacht haben. „Die wollen wir bei unserer Tour vorstellen“, erklären Gülaynur Uzun und Hanadi Mourad. „Anders als die Männer bieten sie nicht teuere Fleischgerichte an, sondern traditionelle Hausfrauengerichte, die alle bezahlen können. Das ist wichtig für Neukölln.“